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Schnappschüsse von der Sonnenblumen-Olympiade im Ordner "Bilder"


Nächste Termine:
Do, 30.11.17, 19.00 Uhr
vorweihnachtliches Basteln im Schützenhaus

Sa, 02.12.17, 19.00 Uhr
vorweihnachtlicher Abend im Schützenhaus

Die Vereinschronik

Chronik des
Obst- u. Gartenbauverein
Ebersdorf-Frohnlach

geschrieben und vorgetragen zur 100-Jahrfeier
am 02.07.2006 vom 2. Vorsitzenden Reinhard Böhm

 

Wenn ein Verein 100. Geburtstag feiert so hat dieser Verein eine Geschichte. Nachdem im Königreich Bayern bereits 25 Jahre der Landesverband für Gartenbau und Landespflege existierte wurde auch im Herzogtum Coburg 1906 der Landesobstbauverein auf Geheiß des Herzogs gegründet.

Die Geschichte des Obst- und Gartenbauverein Ebersdorf-Frohnlach begann am 10. Juni 1906 in der Johann-Nikol-Brehmschen Gastwirt- schaft durch Kantor Karl Leuthäuser mit 17 Gartenfreunden aus Ebersdorf und Frohnlach. Im Jahre 1908 wurde dem Verein die erste Satzung gegeben. Der Verein zählte bereits 40 Mitglieder.
36 Ebersdorfer und 4 Frohnlacher.

Die ersten Tätigkeiten waren: Beratung, Förderung des Selbstver- sorgerobstbaues, Baumpflanzung, Baumschnitt, Sortenauswahl, Schädlingsbekämpfung. Auch Gartenbegehungen mit Fachleuten wurden durchgeführt. Bereits 1910 kaufte der Verein eine Baumspritze für 62.- Mark. Zuschuss gab das Herzogliche Ministerium 25.- Mark, der Verband 20.- Mark und die Gemeinde 10.- Mark.

Sehr wichtig war damals schon der Vogelschutz. 1912 wurden gemeinschaftlich Nisthöhlen für 50 Pf angeschafft. Als erster Baumwart nahm der Büttnersohn Emil Lauer nach einem Kursus seine Tätigkeit 1912 auf.

Während des 1. Weltkrieges ruhte das Vereinsleben ganz.

1919 übergab Kantor Leuthäuser den 1. Vorsitz an Pfarrer Schamberger. Der Verein trat 1919 zusammen mit dem Landesobst- bauverein Coburg dem Bayerischen Landesverband für Obst- und Gartenbau bei.

1921 bis 1927 war Hauptlehrer Schmitt 1. Vorsitzender, von 1927 bis 1945 übernahm Hauptlehrer Paul Wolf den Vorsitz. 1928 führte Bezirksgärtner Fiedler den Mitgliedern eine Dosenverschlussmaschine vor, die sofort übernommen wurde Eigentlich gedacht für das konservieren von Gartenprodukten wurden die Dosen weitgehenst bei den üblichen Hausschlachtungen mit Wurst gefüllt. Viele werden sich noch an diese Maschine erinnern, die erst beim langjährigen Baumwart Albert Martin und später bei Max Martin (Minna-Max) stationiert war. Heute steht sie im Ebersdorfer Heimatmuseum.

1931 fand wieder eine Obstausstellung im Saalbau Stegner statt. Im gleichen Jahr wurde eine Obstmühle mit Presse für 173.- RM ange- schafft. Die Mosterei übernahm, wie konnte es anders sein, Baumwart Albert Martin.

1934 erfolgte die Eingliederung des Vereins in den Reichsnährstand. Als Führer fungierte Hauptlehrer Paul Wolf, Stellvertreter war Lehrer E. Göhring. Nach dem letzten ausführlichen Protokoll von 1937, so steht geschrieben:

"In den Kriegsjahren fand nur ein sehr schwaches Vereinlehen statt."

Es begann wieder am 27.10.1946. Hauptlehrer Roth aus Untersiemau eröffnete die Versammlung und brachte die Notwendigkeit zum Ausdruck die Gartenbauvereine wieder zum Leben zu erwecken. Hauptlehrer Karl Schmitt übernahm wiederum den Vorsitz. Hauptlehrer E. Göhring musste das Amt wegen seiner politischen Vergangenheit abgeben. Kassier blieb A. Martin.

Da nach dem Krieg der Hunger das Hauptproblem der Bevölkerung war, schaffte der Verein eine Obstpresse zur Gewinnung von Zucker- rübensirup an. Der Verein hatte damals 57 Mitglieder, davon 6 aus Frohnlach. 1948 bis 1949 war Karl Gärtner Vereinsvorstand und 1949 bis 1951 Lorenz Lindner. Im Jahre 1949 kam als wichtige Stütze Wilhelm Böhm als Schriftführer in die Vorstandschaft. Bürgermeister Karl Thiere übernahm das Amt des Vorsitzenden bis 1954. Unter seiner Leitung wurde nach Kriegsende die erste Fahrt nach Veitshöchheim durchgeführt.

1954 übernimmt Lehrer Nonnenmacher den Vorsitz. Gemeinsam konnte die 50 Jahrfeier am 27. September 1956 im Sternsaal gefeiert werden. 1961 legte Lehrer Nonnenmacher, der als Botaniker dem Verein viele neue Impulse gab, den Vorsitz nieder. Leider war es nicht möglich einen 1. Vorsitzenden zu finden. Die Geschäfte wurden vom 2. Vorsitzenden Werner Knorr getätigt.

Es vergingen 5 Jahre bis 1966 im Goldenen Stern 15 Gartenfreunde mit der bisherigen Vorstandschaft sowie Bürgermeister Thiere und Kreisfachberater Friedrich Carl Conze zu einer Besprechung zusammen kamen. Unser heutiger Ehrenvorsitzender Karl Lemser erklärte sich bereit als 1. Vorsitzender den Verein zu leiten. 2. Vorsitzender wurde Heinz Hampel, Schriftführer Wilhelm Böhm und Kassier Max Martin. Das war der Neubeginn im Vereinsleben.

Es wurde eine Motorspritze für 1572,- DM angeschafft. Die Austrieb- spritzungen übernahm Josef Niedziela. Die Spritze ist im Heimat- museum Ebersdorf eingelagert.

Jahr um Jahr wurden Lehrfahrten durchgeführt, Gartenschauen besichtigt, Ausflüge nach Südtirol, Blumenkorso in Holland u.v.a.. In Berlin wurde mit dem Landesverband der Berliner Gartenfreunde Freundschaft geschlossen.

Es wurde beschlossen am Tag des Baumes großkronige Laubbäume zu pflanzen. 1968 wurde die erste Linde am Schleifweg gepflanzt. 1970 die Bayernlinde zur Erinnerung des Anschlusses von Coburg an Bayern. Bis heute wurden an die 40 Laubbäume an markanten Stellen durch unsere Mitglieder gepflanzt.

Der grüne Friedhof war ein weiteres Programm. 2. Vorsitzender Heinz Hampel setzte hier unübersehbare Akzente.

Ein breites Arbeitsfeld für unsere Mitglieder war die Mitwirkung bei der Erstellung des Naherholungsgebietes. Der Landesgrenzstein "Posthörnla" wurde neu gesetzt.

Den Ehrenkrug des Kreisverbandes konnte 2. Vorsitzender Heinz Hampel 1980 für seine Tätigkeit als Gruppenvorsitzender und Kreisvorstandsmitglied in Empfang nehmen. Bereits 1984 wurde an unseren langjährigen 1. Vorsitzenden und 2. Kreisvorsitzenden Karl Lemser der Ehrenkrug überreicht. Dieselbe Ehrung erfolgte 1985 an Schriftführer Wilhelm Böhm, der dieses Amt 36 Jahre ausübte. Für 32 Jahre Kassiertätigkeit wurde 1985 Max Martin der Ehrenkrug des Kreisverbandes verliehen. Für außerordentliche Verdienste und sozusagen Mädchen für alles, auch für seine Behilflichkeit für die Belange des Kreisverbandes bekam Thorald Friedrich 2003 diese Auszeichnung.

Mit 226 Mitgliedern beging unser Verein im September 1981 das
75-jährige Jubiläum in Verbindung mit der 100-Jahrfeier des Bezirksverbandes im "Goldenen Stern". Die Festreden hielten Regierungspräsident Wolfgang Winkler und Landesgeschäftsführer Horst Schindler aus München. Eine gartenbauliche Ausstellung in der Festhalle rahmte die Veranstaltung ab.

Ein fester Bestandteil des Vereins war der jährlich abgehaltene Dahlienball. Herzlichen Dank unseren Rohrbacher Gartenfreunden für die damalige Unterstützung mit Dahlien. Nach anfänglichen großen Erfolg wurde der Ball letztmals mit nur 78 Gästen abgehalten.

Seit 1976 kann die Kirchengemeinde einmal im Jahr auf die sach- kundige Arbeit der Gartenfreunde beim Friedhofsheckenschnitt zählen.

Die Ausschilderung der Wanderwege rund um das Naherholungsgebiet wurde mit der Wandergruppe des Turnverein Ebersdorf 1981 vorge- nommen. Seit dieser Zeit werden 2 mal jährlich die rund um das Naherholungsgebiet aufgehängten ca. 50 Nistkästen von uns kontrolliert, gesäubert und protokolliert. Gerold Schlosser, Thorald Friedrich, Alfred Annuzies, Wolfgang Nahr und Herbert Wohlleben, die seit 1982 die Nistkästen betreuten, haben in Fredi Stegner und Rüdiger Knopp würdige Nachfolger gefunden.

1989 überließ Karl Lemser den Vorsitz dem bisherigen Schriftführer Wolfgang Nahr und trat ins zweite Glied zurück.

Unter der Leitung von Wolfgang Nahr wurde 1994 erstmals für neue Häuslesbauer ein von der Gemeinde spendierter Obstbaum kostenlos gepflanzt.

Ab 1996 bis heute wird der Sonnenblumenwettbewerb für Vorschul- kinder und Kinder bis 14 Jahre bei reger Beteiligung auf der Dorfwiese abgehalten.

1995 bekam 1. Vorsitzender Wolfgang Nahr durch Bernd Morgenthum tatkräftige Unterstützung. Er fungiert bis heute als Geschäftsführer unseres Vereins.

Lehrfahrten, Vorträge, Veredlungs- und Schnittkurse sowie Bastel- abende runden unser Arbeitsprogramm ab.

Vereinseigene Geräte werden an Mitglieder und Nichtmitglieder bei Max und Erika Lemser ausgeliehen.

Die jahrzehntelange Tradition der Familienwanderung zur Dürrmühle wurde bis 1996 gepflegt. Aus gesundheitlichen Gründen von Inge und Erich Bleitner fand der Familiennachmittag erstmals 1997 auf der Dorfwiese hinter der Frankenlandhalle statt. Unter der Regie des 1997 neu gewählten 1. Vorsitzenden Bernd Reisenweber und unter der fachkundigen Anleitung des 2. Vorsitzenden Reinhard Böhm konnte eine einmalige Grünanlage im Zentrum der Gemeinde geschaffen werden. Der alljährliche Familiennachmittag unseres Vereines erfreut sich allgemeiner Beliebtheit.

Das gesellige Beisammensein mit einem Fischessen wurde jahrzehntelang mit einem Busausflug nach Trabelsdorf verbunden. Seit 1988 unterstützen wir die heimische Gastronomie mit diesem Fischessen bei stattlicher Besucherzahl von ca. 90 Personen. Für musikalische Umrahmung sorgte lange Zeit Heinz Knorr mit seiner Ziehharmonika.

Am vorweihnachtlichen Abend werden langjährige Vereinsmitglieder geehrt sowie seit 1984 die Baumurkunde an die Besitzer großkroniger Laubbäume überreicht. Jedes anwesende Mitglied wartet schon mit Spannung auf den Jahresrückblick in Bild u. Ton. Erstmals 1974 vorgetragen von unserem unvergessenen Heinz Hampel. Nach seinem frühen Ableben übernahmen Karl Lemser und Rudi Reichel über 20 Jahre diese Aufgabe. Seit nunmehr 5 Jahren bringt 2. Vorsitzender Reinhard Böhm das jährliche Vereinsleben nahe. Unser Archiv umfasst 32 Jahre Vereinsgeschehen in Bild und Ton.

Nachdem bei den jährlichen Nistkastenkontrollen auch verschiedene Fledermausarten gesichtet wurden, wurde in Zusammenarbeit mit Gerold Schlosser (LBV) und Dagmar Papadopulus (Fledermausgruppe) ein geeigneter Überwinterungsraum gesucht. Der seit über 70 Jahren verschüttete "Beckles-Keller" schien dafür womöglich geeignet. Der ehemalige Bürgermeister Günter Seiler regelte die finanziellen Ange- legenheiten und gab grünes Licht für den Baubeginn. Bei 440 frei- willigen Arbeitsstunden unserer Vereinsmitglieder und Unterstützung des gemeindlichen Bauhofes konnte der Kellereingang des 26 m langen Felsenkellers am 20.10.2001 fertig gestellt werden. Für diese Leistung wurde der Dorfökologiepreis des Bezirksverbandes 2002 durch Bezirks-vorsitzenden Edgar Sitzmann an unseren Verein übergeben. Mittlerweise sind alljährlich 1 bis 2 Fledermäuse zum Überwintern eingekehrt.

Im Jahre 2002 wählten die Ebersdorfer Bürger unseren Bernd Reisenweber zum 1. Bürgermeister und er gab deshalb das Amt des
1. Vorsitzenden ab. Bis zur Neuwahl 2003 leitete 2. Vorsitzender Reinhard Böhm kommissarisch den Gartenbauverein. Seit 2003 ist Michael Lodes 1. Vorsitzender

Im Jubiläumsjahr setzt sich die Vorstandschaft wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender:     Michael Lodes
2. Vorsitzender:     Reinhard Böhm
Geschäftsführer:    Bernd Morgenthum
Kassier:                Gisela Fenski
Schriftführer:         Heidi Knauer
sowie die Beiräte
Kerstin Ambos - Angela Angermüller - Helene Böhm - Carmen Fuchs - Siegfried Niepelt - Sabine Packert - Harry Reißenweber - Wolfgang Reißenweber - Uwe Schlüter - Fredi Stegner - Horst Straßner.

Alle Ehrenmitglieder des Gartenbauverein namentlich aufzuführen ist fast nicht möglich. Wir gedenken aber Ihrer Verdienste um unseren Verein. Den noch heute lebenden Ehrenmitgliedern
Thorald Friedrich - Martha Knorr - Ewald Marquardt - Franz Mennert - Erich Nußbaum - Rudi Reichel und Ehrenvorstand Karl Lemser
danken wir für Ihren selbstlosen Einsatz recht herzlich.

Vieles könnte noch erzählt werden. Der Gartenbauverein Ebersdorf-Frohnlach mit seinen 335 Mitgliedern präsentiert sich heute als moderner Verein, der Tradition und Altbewährtes bewahrt für die Zukunft, sich einsetzt für eine intakte Umwelt, für Dorfver- schönerung, für die Erziehung der Kinder und Jugendlichen für Natur und Garten und für unsere liebenswerte Heimat.

 

Die Vereinschronik als Download

 

Vereinschronik.pdf

(Download, 23 KB)


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